Home

Biographisches

Artikel

Buch Verhaltenstherapie
Vtcover


Journalistenpreise

* E-Mail an J. Paulus

Ökopreise für alle
von Jochen Paulus
(Öko-Test 11/94)

 Umweltpreise sind gut fürs Image - vor allem für das der Stifter. Deshalb gibt es so viele, daß inzwischen nur noch schwer Leute zu finden sind, die wirklich eine Auszeichnung verdient haben.

Klaus Töpfer war wieder einmal in rhetorischer Hochform. Eindringlich erinnerte er seine Zuhörer daran, daß "die Natur in ihrer Vielfalt unsere Existenz bedingt und unser Leben lebenswert macht". Der Umweltminister: "Nur mit einer vielfältigen Natur kann nachhaltige Entwicklung global werden." Kohls Mann für die Umwelt war es nicht etwa gelungen, endlich sein seit Jahren verschlepptes Bundesnaturschutzgesetz im Parlament vorzustellen. Als Anlaß für die großen Worte diente vielmehr die Verleihung des Preises "Umweltschutz durchs Objektiv" der Spielwarenfirma Vedes. Eine Abgesandte aus dem Ministerium Töpfers, eine Vertreterin des Spielzeughändlers, der Chef einer Fotozeitschrift und ein Redakteur von natur hatten als "Expertenjury" aus 700 Naturaufnahmen die schönsten ausgewählt. So konnte der Umweltminister in seiner Laudatio verkünden, daß wenigstens die Fotografie mit aufrüttelnden Bildern etwas für die Natur tut: "Nachlässig hingeworfener Abfall am Straßenrand, volle Mülldeponien vor den Toren der Stadt, das Objektiv kann nicht betrogen werden."

Preisverleihungen eignen sich trefflich, allen Beteiligten etwas Glanz zu verleihen. Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn die Akteure sich auch außerhalb der Sonntagsreden um den Umweltschutz verdient machen würden. Doch gerade das ist bei vielen Stiftern und Festrednern zweifelhaft. Klaus Töpfer, der sich durch zahlreiche einschlägige Auftritte offenbar zum Spottitel des Ankündigungsministers auch noch den des Lobhudelministers verdienen möchte, ist da nur ein Beispiel. Firmen, Verbände, Ministerien, Kreisverwaltungen, private Sponsoren - wer etwas auf sich hält, vergibt einen Ökopreis. Die einen, weil sie sich wirklich für die Umwelt engagieren, die anderen, weil sie wenigstens diesen Anschein erwecken wollen.

137 verschiedene Auslobungen stellte das Umweltbundesamt in einer Fleißarbeit zusammen und die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Folglich ist niemand vor dem Preishagel sicher, es kann jeden treffen. So ehrt der Westerwaldkreis einen Ameisen-

Schutzwart ebenso wie Bauern, die "Extensiv-Anbaudinkel" anpflanzten. Die Bild-Zeitung bedenkt junge Menschen bis 28 Jahre, die sich um die Umwelt verdient gemacht haben, mit dem Sven-

Simon-Preis. Die Brauerei Feldschlößchen lockt Naturschützer "im südlichen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt" mit 10 000 Mark Preisgeld. Beim Karlsruher Rußguck-Wettbewerb melden Schornsteinfeger die saubersten Heizungen, ihre Besitzer bekommen eine Urkunde und ein Geschenk von der Stadt. Die Rundschau für den Lebensmittelhandel verlieh ihren Umweltpreis Coca Cola für die PET-

Mehrwegflasche. Der Deutscher Jagdschutz-Verband verehrte seinen Naturschutzpreis dem Förderverein Großtrappenschutz Buckow. In der Stadthalle von Unna übergab Umweltminister Klaus Matthiesen den Umwelt-Literaturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen an die Autorin des Science-Fiction-Romans Duplik Jonas 7. Der Verband der Automobilindustrie bekam den "Goldenen Öltropfen" verliehen. Der Automobilclub Kraftfahrerschutz würdigte mit diesem Energiesparpreis die Bleifuß-Lobbyisten für ihr Konzept des Integrierten Verkehrsmanagements. Getreu seinem Motto, daß es nicht zu viele Autos gibt, sondern daß sie nur flüssiger fahren müssen, propagiert der Verband damit Verkehrsleitsysteme aller Art. Sogar für den überschweren Mercedes 300 SE fand sich vor drei Jahren noch einen Stifter: Das Ärzte-Magazin status kürte ihn zum Umweltauto.

Selbst Öko-Profis wie der BUND-Vorsitzende Hubert Weinzierl verlieren in diesem Dschungel den Überblick. Ihm ist "alles zu undurchsichtig geworden". Deshalb sitzt er in keiner einzigen Jury mehr.

Einige Auszeichnungen heben sich allerdings deutlich von der Masse ab. Am prominentesten ist der Deutsche Umweltpreis - mit einer Million Mark weltweit die höchstdotierte Öko-Auszeichnung. Vergeben wird er von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Das Kunststück dieser staatsnahen Organisation besteht darin, Preisträger zu finden, deren Verdienste zur Regierungspolitik passen. Dieses Jahr entschied sich die Jury für die ostdeutsche Gemeinde Wulkow und den dortigen Verein Ökospeicher. Der Verein brachte neuen Schwung in den von der DDR-Regierung bereits aufgegebene Ort. Der Dorfbach wurde renaturiert, ein Fischbruthaus für bedrohte Arten eingerichtet, ein Niedrigenergiehaus gebaut. 31 Arbeitsplätze entstanden so. Alles lobenswert - und passend zum Aufschwung Ost der Regierungserklärungen.

Auch der zweite Preisträger macht der Republik Ehre. Professor Paul Crutzen, der zusammen mit seinem Kollegen Frank Arnold ausgesucht wurde, erforschte erfolgreich die Entstehung des Ozonlochs. Nachdem er mit seinen Warnungen "lange Zeit gegen taube Ohren gesprochen" hatte, wie der Wissenschaftler sich erinnert, war er nun reif für die Ehrung. Inzwischen sind die ozonabbauenden FCKW verboten und die Verleihung erinnert daher an eine der wenigen Regierungstaten zum Schutz der Atmosphäre. Kaum ein Zufall, daß gerade Crutzen ausgezeichnet wurde und nicht etwa ein Forscher, der sich mit dem ungelösten Treibhauseffekt beschäftigt.

Im letzten Jahr lief es genauso. Auch da ehrte die Bundesstiftung eine der raren ökologischen Erfolgstories: Die Firma Foron wurde für ihren FKW-freien Kühlschrank ausgezeichnet. Greenpeace dagegen ging leer aus, obwohl die Umweltschutzorganisation die Entwicklung erst angestoßen hatten. Die Regenbogenkämpfer waren der Bundesstiftung zu unbequem. Nur Heinrich von Lersner, der immer für ein vorlautes Wort gute Präsident des Umweltbundesamts, lobte in seiner Festrede Greenpeace. Wer die Regierungspolitik zu oft kritisiert, darf nicht auf einen offiziösen Preis hoffen. Deshalb wird wohl auch das vom vorschlagsberechtigten BUND in die Diskussion gebrachte Öko-

Institut noch lange auf eine Auszeichnung warten müssen.

Wie die Politik benutzt auch die Wirtschaft Umweltpreise gerne, um den Anschein heiler Welt zu erzeugen. Einzig der aufmüpfige Bundesverband Junger Unternehmer legt mit seinem Antipreis Ignoratius den Finger in die Wunden. Mit dessen Verleihung prangerte er vergangenes Jahr die verpackungsintensiven Einwegsuppen von Maggi an. Ansonsten werden Handel und Gewerbe von lauter ökologischen Lichtgestalten bevölkert, wenn man den Festreden glaubt. Der Computer-Riese IBM, der Supermarkt-

Krösus Tengelmann, die Elektrofabrik AEG - alle werden von einem "Öko-Manager" geführt. Diesen nicht mit Geld verbundenen Ehrentitel verdanken sie dem WWF (World Wide Fund for Nature) und der Zeitschrift Capital. In der Firmenpolitik macht sich das nicht allzusehr bemerkbar, doch unter den Blinden ist der Einäugige König. Zwar baut AEG immer noch energiefressende Kühlschränke, aber immerhin hält der zuletzt ausgezeichnete Vorstandsvorsitzende Carlhans Damm beeindruckende Reden, in denen er ökologische "Echt-Preise" fordert.

Wer zum Öko-Manager ernannt wird, ist mit seiner Firma in punkto Umweltschutz "ein Stück voraus", sagt WWF- Vorstandsvorsitzender Carl-Albrecht von Treuenfels, der in der Jury sitzt. Auch im persönlichen Bereich muß ein Kandidat ökologischen Ansprüchen genügen, die allerdings nicht allzu hoch sind. So soll er laut Treuenfels "nicht mit einem dickem Düsenflugzeug pausenlos durch die Gegend" fliegen.

Unternehmenslenker, die einen strengeren Umweltkurs steuern, gebieten über eher kleinere Reiche. Die mit ihrer Öko-Moden-Kollektion bekannt gewordene Britta Steilmann bekam letztes Mal einen Sonderpreis für innovatives Management. In der Sparte Mittelstand kürte die Jury Christof Stoll zum Öko-Manager, Senior der Bürostuhl-Firma Sedus in Waldshut. Seine Firma verzichtet auf umweltschädliche Chemikalien wie chlorierte Kohlenwasserstoffe, lösemittelhaltige Lacke und auf PVC. Die Stühle sind für eine lange Lebensdauer konzipiert und haben fünf Jahre Garantie. Das Essen in der Kantine stammt von firmeneigenen Feldern, die gängige Ware aus dem Anbau mit Kunstdünger und Pestiziden will der Chef nicht. So einem Manager gönnt auch der örtliche grüne Stadtrat Paul Albiez-Kaier den Preis, zumal Stoll auch noch eine im Umweltbereich tätige Stiftung gründete. Als der örtliche Seltenbach zugeschüttet werden sollte, finanzierte die ein hilfreiches Gutachten einschließlich Satellitenbild. Weil die Expertise bewies, daß der Bach wichtig für das Mikroklima ist, bleibt er nun voraussichtlich offen.

Stolls Einsatz überzeugte nicht nur die "Öko-Manager"-Jury. Auch die "Auszeichnung für umweltbewußte Unternehmensführung" kann er sich an die Wand hängen. Die umfassenden Kriterien dieses Preises der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer nötigen sogar dem BUND-Geschäftsführer Onno Poppinga Respekt ab. Die über 50 Punkte starke Prüfliste fragt beispielsweise ab, ob es Umweltschutzleitlinien im Unternehmen gibt, ob die Umweltauswirkungen neuer Produkte und Verfahren vorab geprüft werden und ob es Checklisten für einen möglichst ökologischen Einkauf existieren

Unternehmen, die nicht genügend vorzuweisen haben, um bei so einem strengen Wettbewerb zu punkten, wählen gern einen Ausweg: Sie stiften einfach selbst einen Preis. Möglichst respektable Juroren fahnden dann nach rührigen Freizeitumweltschützern, die Verleihung soll den edlen Spender umweltengagiert erscheinen lassen. "Viele Preisträger schmücken eher den Preisverleiher als umgekehrt", spottet Andreas Fußer, der beim BUND für Unternehmenskontakte zuständig ist. Früher wirkte der BUND selbst an einem solchen Projekt mit und vergab mit der ansonsten nicht als besonders ökologisch aufgefallenen Autofirma Ford deren Europäischen Umweltpreis. Nachdem dem BUND diese Zusammenarbeit unheimlich wurde, sprang die Stiftung Europäisches Naturerbe ein und kürte letztes Jahr das ostdeutsche Naturschützer-

Ehepaar Kurt und Erna Kretschmann zum deutschen Sieger. Inzwischen ist auch diese Zusammenarbeit vorbei, da Ford die bisherige deutsche Vorrunde des internationalen Wettbewerbs strich und die Entscheidung nun in London fällt. Für das Renommee sorgt dieses Jahr als neuer Partner die Unesco. Der Sieger darf sich auf 20 000 ECU (circa 40 000 Mark) freuen.

Der Name des Zigaretten-Konzern Philip Morris hat ebenfalls eine Imageaufbesserung nötig. So vergibt die Philip-Morris-Stiftung jährlich 200 000 Mark an Wissenschaftler. Dieses Jahr wurde beispielsweise die Forscher Wolfgang Heimberg und Wolfram Hellmich ausgesucht. Sie wollen für bessere Luft suchen, wobei sie freilich nicht beim Zigarettenrauch sondern bei den Abgasen des Zweitakt-Motors ansetzen.

Als schlecht beleumundetes Unternehmen schrieb auch das Duale System Deutschland (DSD) eine Auszeichnung für andere aus, den "Innovationspreis Verpackung". Dabei blamierte sich allerdings die ganze Branche: Nach Meinung der Jury verdiente keine der Einsendungen der Industrie einen ersten Preis, der 15 000 Mark wert gewesen wäre. "Notprämierungen für Plastikbeutel und faltbare Waschmittelpackungen" auf den folgenden Plätzen nannten die Ruhrnachrichten "mehr als peinlich". Der Mangel an zündenden Ideen war so groß, daß das DSD mit dem Schwarzkopf Award 92 sogar einen anderen Preis auszeichnete - Recycling der speziellen Art. Für den Schwarzkopf Award hatte der internationale Designer-

Nachwuchs seiner Kreativität freien Lauf gelassen und neue Kosmetikverpackungen entwickelt. Das Shampoobehältnis aus einer Schweinsblase (nachwachsend und kompostierbar) gehörte noch zu den praxisnäheren Ideen. Eine deutsche Teilnehmerin wollte die Shampoo-Verpackung gar ganz überflüssig machen und präsentierte Gläser mit einer goldgelben Flüssigkeit: "10 Tage vergorener Urin wird im Haar zu einem schäumenden und pflegenden Shampoo verwandelt. Im Gärungsprozeß bildet sich Ammoniak, das sich während der Wäsche mit dem Fett der Haare zu flüssiger ammoniakhaltiger Seife verbindet."

Von solchen exaltierten Ideen halten sich die Banken lieber fern. Sie fördern am liebsten Jugendliche und Kinder. Die machen sich bei der Preisübergabe besonders gut auf den Zeitungsbildern.

Als die Deutsche Bank im Umweltbereich etwas tun wollte, strich sie nicht etwa den Öko-Sündern unter ihren Kunden die Kreditlinien, sondern sponserte den Wettbewerb "Europas Jugend forscht für die Umwelt". Das kommt bei 20 000 Mark Preisgeld allemal billiger und bringt keine unangenehmen Fragen nach der eigenen Rolle mit sich. So machte sich die Deutsche Bank international verdient und prämierte beispielsweise: zwei zypriotische 15jährige für ihre "Lärmmessung im St. Neophytos Gymnasium", drei 16jährige Iren für ihre "Untersuchung der Strahlenbelastung irischer Höhlen durch Radon", sowie einen 19jährigen und einen 20jährigen Polen für ihre Arbeit "Der Biber (Castor fiber) in Lubuska und im Aufsichtsbezirk Rzepiner Wald".

Auch andere sehen den Umweltschutz hauptsächlich als Herausforderung für den Nachwuchs. Die Jugend kommt kaum noch nach mit Malen, Basteln und Aufsätze verfassen im Dienste der Natur. Mehr als eine Million Teilnehmer zwischen acht und 18 Jahren beteiligten sich letztes Jahr am Wettbewerb der Sparkassen zum Thema Müll. Sarah Schott aus Tübingen belegte den dritten Platz in der Gruppe bis zwölf Jahren. Das gute Kind trotzte seinen Eltern ein Ferkel ab, nannte es Jolanthe und fütterte es fortan mit Bioabfällen "bis eines Tages der Metzger kam und später schmackhafte Wurst ablieferte", so die Dokumentation der Sparkassen über das Projekt "Jolanthe, meine schmackhafte Biotonne".

Bei den Volksbanken gingen 605 000 Malarbeiten zum Wettbewerbsthema "Tempo umdenken - umlenken ein", 250 000 Preise wurden verteilt. 4000 Schulkinder beteiligten sich in Baden-

Württemberg am Schülerwettbewerb Umweltschutz des Landes, legten Tümpel an, färbten Wolle mit Farben aus Walnußschalen oder propagierten zur Weihnachtszeit umweltfreundliche Geschenkverpackungen. Solche Initiativen der jungen Generation für eine kleine, gesunde Öko-Welt sind überall gern gesehen. Das Bildungsministerium verteilte im Rahmen des Bundes-Umwelt-

Wettbewerbs zahlreiche Anerkennungspreise, große Anerkennungspreise, Sonderpreise und Hauptpreise von bis zu 3000 Mark unter der Jugend. Der erste Hauptpreis ging an Andreas Kessel aus Erkrath, der seit Jahren an einem "Synergiekomposter" bastelt. In dem fühlt sich die Wurmart Eisenia foetida so wohl, daß die Tiere auch "bei wechselnder Witterung ziemlich konstant gefräßig" bleiben, wie der Preisträger herausfand.

Auch die Gemeinden sehen den Umweltschutz häufig am besten bei anderen aufgehoben und loben Ehrungen für Bürger und Vereine aus. Ihre eigene Preiswürdigkeit lassen sie ungern untersuchen. Nur ungefähr 150 beteiligen sich jährlich am Kommunalwettbewerb um den Titel der deutschen Umwelthauptstadt . Über 1000 fordern zwar den Fragebogen an und viele füllen in wohl auch aus. Aber wenn die Verwaltungschefs dann sehen, wie wenige Wertungspunkte sie mit den bisherigen Aktivitäten ihres Ortes erzielen, schicken sie ihn nicht ein. Viele kommen zum Schluß, "nee, das lassen wir mal lieber", berichtet Markus Zipf, der das Projekt bei der Deutschen Umwelthilfe leitet. Die wenigstens sind so tapfer wie jene Gemeinde aus Thüringen, die trotz magerer zwölf Punkte ihren Fragebogen einschickte - der Sieger Nettersheim verbuchte 160 Punkte von 213 möglichen. Da gibt es allemal die bessere Presse, wenn statt dessen der Bürgermeister Preise an verdiente Mitbürger verleiht.

Allerdings waren die Kommunalpolitiker dabei in den vergangenen Jahren so eifrig, daß nun vielerorts keine geeigneten Kandidaten mehr übrig sind. Plön in Norddeutschland sucht immer noch nach einem geeigneten Bewerber für die Auslobung vom vergangenen Jahr. Im hessischen Offenbach fand sich einfach niemand passendes mehr, nachdem vom Wassersport- bis zum Bienenzuchtverein alle ausgezeichnet waren und die Schulen nichts neues auf die Beine stellten - der Wettbewerb wurde gestrichen. Auch im Stuttgarter Raum haben viele Orte ihre Umweltpreise abgeschafft.

Ob es den Preis der Dr. Jürgen Schneider-Stiftung weiter geben wird, ist noch nicht entschieden. Die Stiftung war Teil der Imagepflege des inzwischen flüchtigen Baulöwen. Kurz vor dessen Abgang vergab sie ihren Technologiepreis für eine Methode, mittels "chemischer Fingerabdrücke" Kriminelle aufzuspüren. Umweltsünder, versteht sich.


Zum Seitenanfang (mit Links)